Openreli 2017 Resumée

Am heutigen Abend ging der diesjährige, offene, religionspädagogische Onlinekurs openreli 2017 VielFältig zuende. Eigentlich, muss man gestehen, war er schon früher zuende, denn beim Abschlussmeeting trafen sich nur die drei oben abgebildeten Leute aus dem Orgateam.

Sad„, wie eine berühmte Persönlichkeit vielleicht twittern würde.

Dabei war der Kurs gar nicht so übel.

Rückblick

  • Die Vortragsveranstaltungen – vor allem die frühen – erfreuten sich einer soliden und vor allem regen Beteiligung.
    Openreli profitierte in diesem Jahr stark vom Engagement religionspädagogisch Tätiger, die ihre praktische Erfahrung mit kultureller und religiöser Vielfalt aus den unterschiedlichsten Schulbereichen im Rahmen von Onlinemeetings einbrachten. Ich kann die Vortragsvideos nur weiterempfehlen. Sie bleiben weiterhin im Netz stehen. Man kann sie ansehen!
  • Bei den Wochenaufgaben habe ich nachträglich den Eindruck, dass wir ziemlich genau den Punkt erwischten, der bei (möglichst) vielen Interesse und Spieltrieb weckte und gleichzeitig niemanden überforderte.
  • In gewisser Weise entpuppte sich openreli 2017 aus Referentensicht als nachhaltiger Kurs, weil das, was wir vorbereitet hatten, funktionierte: Wir mussten kaum etwas aus dem Ärmel schütteln. Der Kurs lief bis kurz vor Schluss wie am Schnürchen. Die lange und gründliche Planung hatte Früchte getragen.
  • Das Feedback fiel fast durchweg positiv aus. Einzig die (Art der) Verwendung von rpi-virtuell als openreli-Gruppenplattform wurde z.T als verwirrend empfunden.
  • Interessanterweise waren alle, die sich am Feedback beteiligt hatten, mit der Kursdauer von sieben Wochen zufrieden. Da es sich dabei aber nur um sechs Personen handelt, könnte es auch sein, dass sich eine große Mehrheit, die sich für eine geringere Kursdauer ausgesprochen hätte, schon vorher selbst wegselektiert hatte.
  • Die aktive Beteiligung der Kursteilnehmenden bewegte sich etwa in dem Rahmen, den wir aus früheren openreli-Kursen kannten. Unsere Erfahrung ist ja, dass openreli-Beteiligte, die keinen der Organisatoren irgendiwe persönlich kennen, spätestens nach zwei, drei Wochen in der Versenkung abtauchen. Ein ca. 10%iger Anteil der ursprünglich für den Kurs Registrierten absolviert den Online-Event zumindest bis zur letzten Kursaufgabe.
    Und da wir diesmal kein Schmankerl für ganz am Ende aufgehoben hatten, gab es wohl auch keinen Grund mehr, beim Feedback-Meeting dabei zu sein.

Das Problem

… bestand für mich als Mitorganisator vor allem darin, dass ich für den Zeitraum des Onlinekurses schon früh einen recht gut gefüllten Terminkalender mit Ereignissen aus der realen Welt – Präsenzkursen, Tagungen und anderen Veranstaltungen – vorliegen hatte, so dass ich im Vorfeld warnte: Von mir sind nicht viele Impulse zu erwarten. Diese eigene Schwäche empfand ich als sehr unbefriedigend, aber noch mehr beunruhigte mich später, dass ich mit meinem bischen Engagement fast noch wie ein Musterknabe unter den „Orgas“ dastand, während Reinhard Weber – zumindest in der heißen Phase von openreli 2017 – so gut wie alleine den Kurs managte.

Einzig Reinhard Kirste, dessen verdichtete openreli-2017-Zusammenfassung auf traufhafte Zugriffszahlen kommt (nebenbei bemerkt), blieb dem Team vom ersten Vorbereitungstag bis zum Abschlussmeeting treu.

Wir drei waren es denn auch, die heute abend darüber nachdachten, was sich ändern müsse, damit openreli motivierender und befriedigender für die Teilnehmenden – und für die „Orgas“ wird.

Überlegungen

Wir kamen zu dem Schluss,

  • dass der nächste Kurs – Openreli 2018 – wesentlich kürzer, dichter und knackiger werden muss,
  • dass wir stärker – und kursunabhängig – sozusagen unsere Marke unter die Leute bringen wollen, indem wir auf anstehende Online-Events (die nicht unbedingt von uns selbst veranstaltet werden müssen) hinweisen und ein Forum schaffen wollen, solche Ereignisse im Diskurs zu bewerten und zu verarbeiten. –
    Ziel ist (neben der Stärkung religionspädagogischer und digitaler Kompetenzen bei denen, die mitmachen) der Aufbau einer Gruppe von Leuten, denen es nicht genügt, sich digital nur berieseln zu lassen, sondern die Onlinemeetings (bzw. -events) als Gelegenheit begreifen, sich mit Fachleuten (oder Werkzeugen) auseinanderzusetzen, die sie „ohne online“ niemals kennlernen (verwenden) könnten,
  • dass wir auf der Ebene des Orgateams die Frage nach den Blumen stellen müssen („wo sind sie geblieben?“).

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