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Maria-Geschichte vorläufig fertig

So – die Bio der Mutter Jesu ist vorläufig fertiggestellt und kann hier aufgerufen werden.

“Vorläufig” bedeutet: Sobald Fragen im Kommentarbereich gestellt werden, kann es zu Antworten und auch zu Text-Modifikationen kommen. Ob dies der Fall sein wird, entscheidet somit der engagiert Lesende.

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Die sprechende Weihnachtskrippe

… ist ein Projekt, das die Klasse 3 meiner Grundschule im Dezember erarbeitet hat und das ich der Lerngruppe morgen früh, in der ersten Religionsstunde nach den Ferien, “digitally finalized” vorstellen werde.

Das Projekt kam unter einem gewissen Personal- und Termindruck zustande, wurde aber von Grund auf eingenständig erarbeitet.

Wir gingen dabei von anderen Weihnachtskrippen aus, wobei sich der Verdacht meiner Kollegin bestätigte, dass die Krippensymbolik von vielen Kindern nicht selbstverständlich aufgeschlüsselt werden kann, von Detailkenntnissen der Weihnchtsgeschichte ganz zu schweigen.

Statt eine Weihnachtszene selbst zu gestalten entschieden sich die SchülerInnen für eine Bearbeitung der in der Schule vorhandenen Weihnachtskrippe, die – so fanden sie heraus – nicht der Weihnachtsgeschichte entsprechend aufgestellt war. Also organisierten sie sie um.

Sie fotografierten die Szene (Drama, Baby!) mit einem Tablet.

Sie entwickelten die Texte der Beteiligten (außer Josef und dem Schaf, das mehr zufällig im Bild landete)

Sie zeichneten die gesprochenen Texte auf.

Die Umwandlung in diese Art Imagemap – es gibt noch eine wesentlich weniger aufwändige Power-Point-Version – erledigte ich.

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Unterrichtsbausteine Weihnachten / Maria, Grundschule

Aus der Heindl-Krippenausstellung St.Wendel
Aus der Heindl-Krippenausstellung St.Wendel

Vorweg

Kompetenzorientierter Unterricht zeichnet sich dadurch aus, dass er nicht nach einem fertigen Rezept gehalten werden kann. Er muss sich an der Situation der Lerngruppe ausrichten, an Fragen wie:

  • Welche Ausgangskompetenzen bringen die SchülerInnen mit?
  • Welche Anforderungssituationen stellen für sie wirklich Anforderungen dar?
  • Welche Kompetenzen machen sie wirklich kompetenter?

Darum sollte eine Unterrichtseinheit stets offen gestaltet sein und erst aufgesetzt werden, nachdem eine Evaluation mit der entsprechenden Lerngruppe durchgeführt wurde.

Für alle Entwürfen bzw Materialien, die pauschal im Vorfeld des Unterrichts, religionsbuchmäßig vor einer Evaluation verfasst sind, gilt: Es kann sich nur um Bausteine handeln, um kleine Module, die möglichst vielseitig und variabel einsetzbar sind. Nichtsdestoweniger ist es, glaube ich, nicht schlecht, wenn sich der Verfasser solcher Bausteine eine (vielleicht schon in der Praxis erprobte) Vorstellung vom Ablauf der betreffenden Unterrichtseinheit gemacht hat.

Weihnachtseinheiten in der Grundschule

unterscheiden sich dadurch von dem restlichen Religionsstoff, dass die meisten Grundschüler jedes Jahr mit Weihnachtskram konfrontiert werden. Oft veranstaltet die Schule auch eine Weihnachtsfeier, in der von den SchülerInnen weihnachtsbezogene Stücke aufgeführt werden. Um das Thema für die Kinder nicht vollends totzunudeln ist es wichtig, in jedem Jahr unterschiedliche Schwerpunkte zu setzen.

Die vorliegenden Weihnachts-Bausteine legen das Schwergewicht auf die Mutter Jesu – Mirjam/Maria.

Überblick

Ausgehend von der von Marion Holzhüter im Weblog zum Digitalen Religionsbuch entwickelten, grafischen Konzeptionstafel wird in der untenstehenden Grafik ein Überblick über mögliche Anforderungssituationen, Kompetenzen, Methoden und Materialien gegeben:

Ablaufskizze

Der Verlauf der Weihnachts-Einheit lässt sich (vor einer Anfangsevaluation) nicht wirklich voraussehen, aber ist dennoch nützlich, um eine Vorstellung davon zu bekommen, wie die einzelnen Unterrichtsbausteine einsetzbar sind.

  1. Anforderungssituation: Begegnung der Kinder mit Weihnachtskrippen in der Vorweihnachtszeit
  2. Evaluation: Bei der Besichtigung einer Weihnachtskrippen-Galerie werden das Vorwissen der Kinder abgerufen und die Interessen für eine Gestaltung von weihnachtlichen Krippen/Szenen evaluiert.
  3. Lernprozess: Mögliche Varianten:
    – Der Weg von Maria und Josef zur Krippe (als Bilderserie)
    – Gestaltung einer “sprechenden Weihnachtskrippe”
    – Das Magnifikat: Worüber freut sich Maria an Weihnachten? Was ist das Besondere an ihrem Kind?
  4. Gestaltungsmöglichkeiten:
    Maria und Josefs Weg
    als (a) Fensterbilderserie, (b) Gemäldegalerie, (c) Comic, (d) Video-Bildergeschichte, (e) Weihnachtsspiel, etc.
    “Sprechende Weihnachtskrippe”
    als (a)[Thinglink-]Imagemap im Internet, (b) Online- oder Wandzeitung (Interviews mit den Beteiligten), (c) szenisch gestaltetes Krippenspiel (Reporterin interviewt die Krippenfiguren), (d) Mobile (mit Krippenfiguren und ihren Statements)(?)
    Das Magnifikat
    als (a) Gesangsstück (Moritat mit Bildern?), (b) Maria stellt Jesus vor (anhand eines Jesus-Bildes, mit verschiedenen Symbolen), (c) Erstellung einer Weihnachtslaterne, in der die Symbole des Sohnes von Maria dargestellt werden, etc.
    Je nach Struktur der Lerngruppe ist es möglich, arbeitsgruppenweise mehrere dieser Varianten zu beackern.
  5. Schluss-Evaluation

Soweit mal meine Überlegungen zum jetzigen Zeitpunkt. Feedback und weitere, kreative Vorschläge sind jederzeit willkommen!

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Marys Boychild 01 – Vorüberlegungen

(Als Ouverture zwei Marien-Filme, die, sagen wir mal, in gleicher Weise musikalisch berührend und sachlich präzise sind. 😉

https://www.youtube.com/watch?v=2y8ZnrNd7uE

https://www.youtube.com/watch?v=VpdB6CN7jww

Die Erarbeitung von Unterrichtsideen zum Thema “Maria” ist nicht gerade eine Herzensangelegenheit von mir. Ich kam dazu wie die Jungfrau zum Kinde: Im Kreis meiner pfälzischen Kollegen besteht von Jahr zu Jahr die Verlegenheit, eine nicht ganz abgelutschte Weihnachtsveranstaltung als Lehrerfortbildung zu realisieren. Da meine Grundschüler und ich das Thema “Jesus” aus der Perspektive seiner Jünger sehr lange bearbeitet hatten, hatte ich über die Mutter Jesu ein bischen Stoff in eine Geschichte gefasst (die allerdings erst mit dem zwölfjährigen Jesus im Tempel begann).

Da sich auch Katholiken in meiner Lerngruppe aufhalten, wollte ich ein protestantisch-aufgeklärtes “wir dekonstruieren das Maria-Mutter-Gottes-Bild” vermeiden, aber gleichzeitig ehrlich und authentisch bleiben. An dieser Stelle liegt sozusagen meine persönliche Anforderungssituation als Theologe und kirchlicher Mitarbeiter. Anders ausgedrückt: Bisher dachte ich, dass es im Grunde nur einen großen Unterschied zwischen Katholiken und Protestanten gäbe (→Amtsverständnis), aber als mir mein katholischer Kollege aus der Südpfalz klar machte, was katholische Kirchenlehre bezüglich der Mutter Jesu ist, ähem … da kam mir eine ziemlich bizarre Unterrichtsidee für Sek II in den Sinn.

Der Plan

Mein Plan ist es, bis Herbst 2015 eine bzw drei weihnachtliche Unterrichtseinheiten zu entwickeln, bei der Maria, ihr Sohnemann, alles, was mit denen so zusammenhängt, und deren Nutzen für interessierte SchülerInnen die Hauptrollen spielen.

Zur Zeit bin ich noch schwer am Recherchieren und Forschen. Meine Hauptquellen sind zZ das von Manfred Spieß empfohlene Heft “Maria” aus der Zeitschrift “Bibel und Kirche” und das Büchlein “Mutter Mirjam” von Schalom ben Chorin. Kann gut sein, dass das eine oder andere informative oder inspirative Werk noch hinzukommt.
Wenn Ihr dazu Vorschläge habt, schreibt sie bitte unten in den Kommentar.

Parallel zu diesen Recherchen ging aus Gesprächen mit Kollegen ein paar Einsichten hervor:

  • Eine theologisch saubere Weihnachtseinheit mit Maria in einer Hauptrolle sollte in allen Schulstufen den Sohn Gottes als Mittelpunkt haben: Durch ihn erhält Maria ihre Bedeutung, und nicht sie, sondern er kam an Weihnachten auf die Welt.
  • Sinnvoll ist es, bei diesem (gemeinsamen) theologischen Fokus drei komplett verschiedene Unterrichtskonzepte zu entwickeln – für die Klassen 3-6; 7-10; 11-ins hohe Alter.

Ressourcen und Ideen

Um mir selber und allen Interessierten einen Überblick zu verschaffen, sammle ich die mit unterschiedlichen Werkzeugen begonnen Einzelteile in einer Pearltrees-Kollektion, die wiederum auf dieser WordPress-Seite eingebettet ist.

Darüber hinaus gibt es nur einige Ideen/Notizen:

Hermeneutischer Ansatz

Was das bedeutet: Himmel und Erde berühren sich

Ziel (daraus soll mal eine Kompetenz formuliert werden):

Christen feiern an Weihnachten die Geburt eines besonderen, göttlichen Menschen. Wie man sich diese Besonderheit vorstellen kann und wie es zu dieser besonderen Geburt kam, sollen die Sch. ihrem Alters-/Bildungs-/Erkenntnisstand entsprechend darstellen können. Dabei wird ein besonderer Augenmerk auf die Mutter Jesu gelegt.

Klasse 3-6:

Das kennen die meisten Kinder: (Pseudo)Religiöse Tradition, Krippenfiguren, ggf Motive der “Jungfrau Maria”: Ausgehend von der Engelsverkündigung an Maria nach dem LK-Evangelium forschen Kinder in der Weihnachtsgeschichte: Worum geht es? Weshalb der ganze Aufwand der heiligen Familie? Und warum ist diese Familie mit Josef und Maria so heilig?

Klasse 7-10

Uneheliche/ungeplante Kinder … Der Innenansicht der “unbefleckten” Geburt entspricht die Schwangerschaft als Ergebnis einer Affäre … als  Idee eines Filmprojekts: Die Weihnachtsgeschichte wird DSDS-mäßig so erzählt, dass am Ende die Geburt des Gottessohnes glaubhaft rüber kommt. – Wie schafft man es filmpädagogisch, dass die Sch bei dem ganzen Schlampengezicke das Ziel der Gottessohnsgeburt nicht aus den Augen verlieren? — inwiefern kann man Jesus als Gottessohn/göttlichen Menschen ansehen, dessen Geburt gefeiert wird? Inwiefern kann man von Jungfrauengeburt sprechen?

Klasse 11-unendlich

Marienbilder / Marienmotive aus der christlichen Tradition  in kritischer Reflexion (Jungfrauengeburt, Josefsehe, Frauenbild – Maria vs Eva vs Lilith, usf). Theologische Exegese, religionsgeschichtliche Vergleiche, Einstieg mit Amphitryon? Spielidee: Textadventure “Christologische Ansprüche an Maria und der harte Weg ihrer Umsetzung im biblischen Alltag: Marias steiniger Weg zur Gottesmutter” –> Selbst verfasste Weihnachtsgeschichte, die erklärt, wie die Sch. die Gottessohnschaft Jesu und die Rolle der Maria verstehen