Unterrichtsbausteine Weihnachten / Maria, Grundschule

Aus der Heindl-Krippenausstellung St.Wendel
Aus der Heindl-Krippenausstellung St.Wendel

Vorweg

Kompetenzorientierter Unterricht zeichnet sich dadurch aus, dass er nicht nach einem fertigen Rezept gehalten werden kann. Er muss sich an der Situation der Lerngruppe ausrichten, an Fragen wie:

  • Welche Ausgangskompetenzen bringen die SchülerInnen mit?
  • Welche Anforderungssituationen stellen für sie wirklich Anforderungen dar?
  • Welche Kompetenzen machen sie wirklich kompetenter?

Darum sollte eine Unterrichtseinheit stets offen gestaltet sein und erst aufgesetzt werden, nachdem eine Evaluation mit der entsprechenden Lerngruppe durchgeführt wurde.

Für alle Entwürfen bzw Materialien, die pauschal im Vorfeld des Unterrichts, religionsbuchmäßig vor einer Evaluation verfasst sind, gilt: Es kann sich nur um Bausteine handeln, um kleine Module, die möglichst vielseitig und variabel einsetzbar sind. Nichtsdestoweniger ist es, glaube ich, nicht schlecht, wenn sich der Verfasser solcher Bausteine eine (vielleicht schon in der Praxis erprobte) Vorstellung vom Ablauf der betreffenden Unterrichtseinheit gemacht hat.

Weihnachtseinheiten in der Grundschule

unterscheiden sich dadurch von dem restlichen Religionsstoff, dass die meisten Grundschüler jedes Jahr mit Weihnachtskram konfrontiert werden. Oft veranstaltet die Schule auch eine Weihnachtsfeier, in der von den SchülerInnen weihnachtsbezogene Stücke aufgeführt werden. Um das Thema für die Kinder nicht vollends totzunudeln ist es wichtig, in jedem Jahr unterschiedliche Schwerpunkte zu setzen.

Die vorliegenden Weihnachts-Bausteine legen das Schwergewicht auf die Mutter Jesu – Mirjam/Maria.

Überblick

Ausgehend von der von Marion Holzhüter im Weblog zum Digitalen Religionsbuch entwickelten, grafischen Konzeptionstafel wird in der untenstehenden Grafik ein Überblick über mögliche Anforderungssituationen, Kompetenzen, Methoden und Materialien gegeben:

Ablaufskizze

Der Verlauf der Weihnachts-Einheit lässt sich (vor einer Anfangsevaluation) nicht wirklich voraussehen, aber ist dennoch nützlich, um eine Vorstellung davon zu bekommen, wie die einzelnen Unterrichtsbausteine einsetzbar sind.

  1. Anforderungssituation: Begegnung der Kinder mit Weihnachtskrippen in der Vorweihnachtszeit
  2. Evaluation: Bei der Besichtigung einer Weihnachtskrippen-Galerie werden das Vorwissen der Kinder abgerufen und die Interessen für eine Gestaltung von weihnachtlichen Krippen/Szenen evaluiert.
  3. Lernprozess: Mögliche Varianten:
    – Der Weg von Maria und Josef zur Krippe (als Bilderserie)
    – Gestaltung einer „sprechenden Weihnachtskrippe“
    – Das Magnifikat: Worüber freut sich Maria an Weihnachten? Was ist das Besondere an ihrem Kind?
  4. Gestaltungsmöglichkeiten:
    Maria und Josefs Weg
    als (a) Fensterbilderserie, (b) Gemäldegalerie, (c) Comic, (d) Video-Bildergeschichte, (e) Weihnachtsspiel, etc.
    „Sprechende Weihnachtskrippe“
    als (a)[Thinglink-]Imagemap im Internet, (b) Online- oder Wandzeitung (Interviews mit den Beteiligten), (c) szenisch gestaltetes Krippenspiel (Reporterin interviewt die Krippenfiguren), (d) Mobile (mit Krippenfiguren und ihren Statements)(?)
    Das Magnifikat
    als (a) Gesangsstück (Moritat mit Bildern?), (b) Maria stellt Jesus vor (anhand eines Jesus-Bildes, mit verschiedenen Symbolen), (c) Erstellung einer Weihnachtslaterne, in der die Symbole des Sohnes von Maria dargestellt werden, etc.
    Je nach Struktur der Lerngruppe ist es möglich, arbeitsgruppenweise mehrere dieser Varianten zu beackern.
  5. Schluss-Evaluation

Soweit mal meine Überlegungen zum jetzigen Zeitpunkt. Feedback und weitere, kreative Vorschläge sind jederzeit willkommen!

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