Vernetzt! Kirche.Digital.Denken

Im gleichnamigen Podcast von Stefanie Hoffmann und Timo Versemann wagte meine Berliner Kollegin Paula Nowak einen Rück- und Ausblick auf die digitalen Perpektiven im religionspädagogischen Bereich. Sie konnte ihren Interviewpartnern ziemlich beeindruckend den „digitalen Mehrwert“ dieser Entwicklung vermitteln:

Der konkrete Barcamp-Termin, um den es im Interview geht: Das #relicamp oder “#relichat barcamp”  findet vom 10.-12. Mai 2019 in Saarbrücken statt.

 

ALPIKA digital 2018 – eine XXL-Fortbildung auf der Zielgeraden

… und dies ist mein Erfahrungsbericht.

Rückblick auf die Fortbildung

Lange, lange ist es her seit dem Beginn von ALPIKA digital! Ich musste in meinen Blogarchiven herumsuchen, um den Bericht von der Startveranstaltung im Winter dieses Jahres aufzustöbern.

Damit überhaupt noch jemand versteht, von welchen zurückliegenden Vorgängen ich hier schreibe: Hier ein Überblick über Timeline und Module, wie sie im Endeffekt stattgefunden haben (bzw. noch im Gang sind):

Die Startveranstaltung brachte es an den Tag: Die volle, angepeilte Teilnehmerzahl (40) wurde nicht erreicht. Immerhin saßen 31 Interessierte im technisch hochgerüsteten Haus der Kirche in Kassel-Wilhelmshöhe. Die Zusammensetzung dieser Gruppe sagte, so mein Eindruck, etwas aus über die Akzeptanz der Veranstaltung, und zwar die Akzeptanz durch die Leitungen der landeskirchlichen Institute. Nach meinem Eindruck kann man vier Gruppen einstellungstechnisch unterscheiden:

  • „Diese Fortbildung ist eine große Chance, uns methodisch und kommunikationstechnisch fortzuentwickeln. Da machen wir das draus!“ 
    (EKKW-EKHN, Berlin-Brandenburg)
  • „Das klingt vielversprechend. Wer von den Mitarbeitern möchte, darf gerne teilnehmen; wir unterstützen das.“
    (Bayern, Baden)
  • „Ok, wer darin eine Chance erkennt, darf halt teilnehmen.“
    (Sachsen u.a.)
  • „Ach, da wird wieder mal so ne Sau durchs Dorf getrieben.“
    (Alle Institute, die keine Teilnehmenden entsandten)

Ob sich hinter diesen Haltungen eine gewisse Altersstruktur der Mitarbeitenden der einzelnen Institute verbirgt, weiß ich nicht. Ich würde aber mal vermuten, dass „ja“.
Der „digitale Mehrwert“ wurde jedenfalls bei vielen Instituten nicht erkannt, ebensowenig wie die Zukunftsperspektive. Hir muss energisch nachgearbeitet werden. S.u., „Schlussfolgerungen“.

Die Startveranstaltung gelang insofern, als danach praktisch alle später aktiv Beteiligten

  • die angebotenen Informationskanäle nutzen
  • an einem Webinar teilnehmen
  • und ein wordpress-basiertes Online-Lerntagebuch einrichten konnten.

Die darauf folgende, einwöchige Einstiegsphase erwies sich insofern als nahezu überflüssig, ja vielleicht als schädlich, weil das tatenlose Herumhängen von qualifizierten Teilnehmenden Gift für Onlinekurse ist (aber davon später mehr).

Ich persönlich fand es verwirrend und ein wenig lästig, dass wir zwei Informationskanäle nutzten: Den rpi-virtuell-eigenen Gruppen-Aktivitätenstream plus die Möglichkeit, dort privat zu zweit oder in Gruppen zu kommunizieren – und dann noch den (Rocket-) Comenius-Chat, bei dem ich bis heute nicht durchschaut habe, wem ich etwas schreiben kann und wem nicht. Jedenfalls kam nicht alles an, was ich verschickte. Gruppen, die ich einrichtete, funktionierten (für mich) nicht.
Alle diese Probleme existieren nicht bei der guten, alten, buddypress-basierten rpi-virtuell.de-Plattform.

Die Modulphase mit den einzelnen Mini-Fortbildungen war von den Teamern langfristig und akribisch vorbereitet worden. Michael Beisel und ich waren davon überzeugt, die beiden Star-Module mit der höchsten, prognostizierten Anzahl von Interessenten erwischt zu haben:
Zunächst das „Interaktive Lernbausteine“-Modul, bei dem Werkzeuge und Arbeitstechniken erlernt werden, mit denen nach meiner Erfahrung Gund-, Orientierungs- und Sekundarstufen-I-SchülerInnen geradezu in Ekstase versetzt und zu ungeahnten Leistungen angespornt werden können.
Danach, so die logische Fortsetzung, das Lernwege-Modul, mit denen einzelne Bausteine zu einer kompletten Lernreihe („Online-Stationenarbeit“, „digitales Religionsbüchlein“ oder so) zusammengesetzt werden können.

Noch während der Vorbereitung des Kurses stellte sich heraus, dass ich bei dem zweiten Modul-Teil nicht mitwirken konnte, weil es noch ein anderes Modul-Projekt gab, dem ich mich quasi als Spezialist widmen sollte: Dem rpi-virtuell-eigenen Lernmanagementsystem LearnDash („Kurse virtualisieren„). Allerdings hielt ich dieses Werkzeug – und den Umgang damit – für so speziell und vom Niveau der erforderlichen Kenntnisse so hoch, dass ich mehrfach vergeblich anbot, auf die Chose zu verzichten.

Wie falsch hatte ich das Interesse der Teilnehmenden doch eingeschätzt! Unser tolles Lernbausteine Modul mit dem hohen Spaßfaktor bekam am Ende einen einzigen interessierten Teilnehmer, während sich für meine abgefahrene Onlinekurs-per-Lernmanagementsystem-Einheit spontan sieben Leute meldeten.

So kam es gleich von Anfang an zu unerwarteten Situationen und zu Modulen, die hervorragend, und anderen, die eher enttäuschend verliefen. Einen wirklichen Überblick über die Hochs und Tiefs besitze ich nicht. Ich habe nur mehrfach gehört, dass das Modul „Im Web publizieren“ so spektakulär einschlug, dass es während des Zeitraums der Fortgeschrittenenmodule gleich noch einmal angeboten wurde.

Insgesamt stellte sich ein Effekt ein, der mir schon aus anderen Onlinekursen bekannt ist: Die Anzahl der aktiv Teilnehmenden verflüchtigte sich immer mehr. Kurz vor dem geplanten Mitteltreffen „Auftauchen“ in Kassel hagelte es dermaßen viele Stornierungen, dass nicht nur Karsten Müller kurz aus dem seelischen Gleichgewicht geriet. Wenig später wurde auf einer Vorbereitungs-Onlinekonferenz der Teamer vereinbart, das Präsenztreffen mangels Andrang in ein Onlinetreffen, ein Online-Meeting umzuwandeln.

Wie es die Moderatorinnen schafften, unter diesen verschärften Arbeitsbedingungen zusammen mit den TeilnehmerInnen eine saubere Bestandsaufnahme vorzunehmen und – immerhin – fünf von Moderatoren gecoachte Projekte auf den Weg zu bringen … ich kann nur sagen: Chapeau!

Wie es meines Wissens weiterging, steht im folgenden Abschnitt.

Der Verlauf des Kurses aus meiner Sicht

Hier ist noch einmal die Kursstruktur, und – gelb markiert – der Weg, den ich darin zurücklegte.

Nach der ereignislosen „Einstiegsphase“ langweilte ich mich ein wenig in unsrem Ein-Teilnehmer-Modul, zumal Michael tapfer die Moderation übernahm. Immerhin probierte unser Teilnehmer eine Menge Tools aus und blieb bis zum Ende des Kursabschnitts mit von der Partie.

Ganz anders verlief darauf das Fortgeschrittenenmodul „Kurse virtualisieren„. In unserer rpi-virtuell-Gruppe versammelten sich nach und nach sage und schreibe 11 Mitglieder. Davon beteiligten sich aber die meisten nur als inaktive Lurker.
Vier Engagierte jedoch ackerten das von mir vorbereitete Lernprogramm durch, drei setzten danach eine eigene Kursstruktur auf, und einer zog die Sache durch und stellte seinen Kurs auch fertig. Als Moderator fühlte ich mich in dieser Zeit gut ausgelastet.

Neben den Kompetenzsteigerungen auf technischer Ebene fand auch ein spannender, offener und zT ernüchternder Diskurs um den Einsatz von Online-Tutorials und Online- oder Blended-Learning-Kursen statt. Immerhin konnten alle Beteiligte schon auf einen gewissen Erfahrungsschatz zurückgreifen. So entstanden im Rahmen eines Webinars einige Etherpad-Gesprächsnotizen, die während der folgenden Tage noch ergänzt wurden. Am Ende versuchte ich das Ganze zusammenzufassen und zu systematisieren. Daraus entstand eine Art Memorandum mit dem Titel: „Was bei Onlinekursen zu berücksichtigen ist „, welches wohl noch bei der Abschlussveranstaltung zur Sprache kommen wird.

Bei dem Mitteltreffen – mea culpa! – gehörte ich ebenfalls zu denen, die aufgrund einer dienstlichen Verpflichtung in der Heimatkirche nicht kommen konnten – weder zum ausgefallenen „Auftauchen“-Präsenztag, noch zur Onlinekonferenz.

So war ich erst einmal von dem Gang der Ereignisse vollkommen abgehängt. Später erfuhr ich von einem Padlet, auf dem die für die zweite, große Fortbildungshälfte geplanten Projekte beschrieben waren, und wieder einige Tage darauf nahm ich an einem Teamer-Onlinemeeting teil, bei dem der für Projekt Nr. 3 ursprünglich eingeplante Dirk Purz als Coach berufsbedingt absagen musste.
Dies entpuppte sich als glücklicher Zufall, denn beim vorherigen Durchsehen der Projekte dachte ich mir: ‚Wenn mich noch jemand braucht, dann mache ich bei Nummer 3 mit‘: Religiöse Sprachfähigkeit bei „Multiplikatoren“ wie zB Lehrkräften wird das Thema Nr. 1 in der kommenden religionspädagogischen  Debatte werden. Und jetzt gleich dazu ein Online-Projekt realisieren helfen – gibt es etwas Schöneres?

Seitdem arbeite ich recht entspannt in einem Dreier Team mit: Uwe Martini fällt die konzeptionellen Entscheidungen, Kristina Augst macht die ganze Arbeit (und wird später auch die dazu gehörigen Fortbildungen leiten) und ich coache ein wenig und helfe dabei, garstige Technikhürden zu nehmen.

An dieser Stelle möchte ich einen Lobpsalm auf rpi-virtuell.de im Allgemeinen und ALPIKA digital im Besonderen erklingen lassen, aber dazu fehlt mir leider der dichterische Genius.
Darum bette ich stellvertretend dieses Psalm-23-Video der Bolyki Brothers ein und zähle anschließend ganz prosaisch die lobenswerten Dinge auf, weche mir im Verlauf unsers Projektes auffielen.

  • Bei der konzeptionellen Vorbereitung herrschte Klarheit über die möglichen Arbeitsmöglichkeiten und -plattformen: Was kann ein LMS, was ein Blog, etc. Dank der ALPIKA-digital-Vorbereitung hatte keine/r ein Problem damit, die Möglichkeiten einzuschätzen.
  • Die methodische Grundentscheidung, den „wiederverwendbaren“ Informationsteil (als Website) vom Kommunikationsteil (als rpi-virtuell-Gruppe) abzukoppeln, konnte aus dem Stand von Kristina Augst realisiert werden.
  • Die Anforderung, dass Gruppen, Untergruppen und ein rein privater Austausch möglich sein müssen, auch dass Dokumente auf einem unterschiedlichen „Geheimhaltungsniveau“ geteilt werden können, sowie andere Anforderungen: Funktioniert alles mit gruppen.rpi-virtuell.de!
  • „Website? Kein Problem. Das mache ich doch.“ sagte Kristina Augst und setzte dieses Vorhaben auf einem Niveau an Professionalität um, das mich verblüffte. Vom leistungsfähigen, variantenreichen Theme bis hin zum Einbetten von Formularen und Medien – „Das haben wir alles bei ‚im Web publizieren‘ gelernt!“
  • Fast hätte ich es vergessen, weil es so selbstverständlich ist: Das „Coaching“ wurde per Telefon und Onlinemeeting erledigt, wobei ich stets eingeladen wurde (!).

Ich freue mich schon auf die Abschlusstagung, auf der diejenigen, welche bis zum Ende dabeigeblieben sind, eine reichere Ernte einfahren können, als ihnen vielleicht bewusst ist.

Schlussfolgerungen

Aus dem Anmeldeverhalten zu dieser Fortbildung geht hervor, dass die „digital motivierten“ Institute jetzt ihre interessierten Mitarbeiter mehr oder weniger fit gemacht haben, um neue Techniken einzusetzen. Damit wurde erst einmal ein gewisser Sättigungsgrad erreicht, und wir brauchen keine weitere „ALPIKA-digital-Fortbildung“.

Tatsächlich nicht? Sollte man die kollektive Weisheit der EKD-Führung so niedrig einschätzen?

Der Auftrag zu dieser Monsterfortbildung war ja von ganz oben gekommen, quasi direkt von der Bildungssynode der EKD im November 2014. Die Kirche soll den Anschluss an die Digitalisierung nicht verlieren; sich nicht noch einmal abhängen lassen. Auch an den Schulen soll jetzt der große, digitale Run beginnen. Nachdem schon viele mit Whiteboards ausgerüstet sind, wittern die großen Konzerne die Tablet-Ära.
Dann hätte das gute alte Arbeitsblatt ausgedient, und überhaupt würde man mit einer Selbstfestlegung auf Printmedien schwer ins Hintertreffen geraten.

Aber auf die religionspädagogischen Institute kommen noch ganz andere Herausforderungen zu: Die ALPIKA-Gesamttagung 2020 wird die letzte „der guten, alten Zeit“ sein, in der die landeskirchlichen Institute personell noch recht üppig versorgt sind. Wenn die Babyboomer-PfarrerInnengeneration in Ruhestand gegangen ist, müssen die Institutsstellen zusammengestrichen werden. Wie ist dann eine ordentliche Arbeit überhaupt noch möglich?

„Digital gestützt“ – „digital vernetzt“ – „digital kompetent“ 

Das wäre mein Lösungsvorschlag.

  • Weil in der Fläche die Mitarbeitenden fehlen werden, werden wir auf digitale Unterstützungssysteme – Hotlines, Onlinehilfen, Tutorials, Onlinemeetings – angewiesen sein. Wer sich darauf nicht einlassen will, kann dicht machen.
  • Weil auch die Anzahl der an Fortbildungen Interessierten in den Regionen abnehmen wird, müssen Vernetzungsstrukturen über die Regionen hinaus geschaffen werden: Landeskirchenübergreifende Fortbildungen, ggf. Online- oder Blended-Learningkurse, weil sonst die Fahrtkosten durch die Decke gehen.
    Wir werden Referenten-, Material-, und Informationspools brauchen … dh, eigentlich haben wir das alles schon, aber wir müssen anfangen, die Dinge ernsthaft zu nutzen; und von den Institutsleitungen her müssten Lösungen gefunden werden, landeskirchenfremde Referenten für gezielte (oder gemeinsame) Veranstaltungen einfacher auszutauschen als bisher.
  • Wenn man das DSVGO (bzw. die entspechenden Kirchengesetze der EKD) ernst nimmt, dann sind viele, viele Aktivitäten, die von Lehrkräften zwecks digitaler Vernetzung an Schulen getrieben werden, derzeit illegal, und es erfordert schon eine gewisse Kompetenz, nicht mit einem Bein im Gefängnis zu landen.
    Eine blogbasierte Webpräsenz aufbauen und eine vertrauenswürdige, inlandische Gruppenplattform nutzen zu können wären da schon mal gute Anfänge. Aber eigentlich müssten wir mit dem Aufbau an digitaler Kompetenz von Institutsangehörigen noch weit darüber hinaus.

Dies alles sind keine nerdigen Spielereien, sondern m.E. bitter nötige Programmpunkte für die ALPIKA-VV 2020, unter der Überschrift: „Wie verändern wir uns für die Zeit nach der Babyboomer-Generation, ohne dass die Verhältnisse chaotisch enden?“

Und unter dieser Überschrift müsste die Leiter-Alpika schon jetzt Regeln und Kooperationsvereinbarungen treffen, zB:

  • Treffen alle ALPIKA-Institute eine Rahmenvereinbarung über die Nutzung der gleichen Online-Konferenzplattform (?)
  • Treffen alle ALPIKA-Institute eine Rahmenvereinbarung über die Nutzung des gleichen, inländischen Onlinespeichers (zB OwnCloud) (?)
  • Treffen alle ALPIKA-Institute eine Rahmenvereinbarung über die Nutzung von rpi-virtuell (und der bis dahin vielleicht fertigentwickelten rpi-virtuell-App inklusive rpi-virtuell-Messenger) (?)

Und so weiter … Nutzung des (gleichen) Materialpools, Digital- und Medien-Fortbildungsprogramms, etc.pp.

Aus diesen Vereinbarungen sollten auch konkrete Projekte erwachsen: Fortbildungen, Arbeitsgruppen, ggf. Autorenkollektive. Und wenn solche von der ALPIKA-Leitertagung beschlossenen Projekte die einzelnen Institute verpflichten, mitzumachen, dann schlägt die Stunde einer ALPIKA-digital-Neuauflage.
Dh. erst, wenn unseren Instutsleitenden wirklich klar ist, wofür sie ihre Mitarbeitenden in Sachen Digitalkompetenz fortbilden lassen, und wenn sie ihre Leute in die Pflicht nehmen, teilzunehmen, weil sie sonst in ihrem zukünftigen Berufsalltag mit „digital heruntergelassenen Hosen“ dastünden.

Dann – sobald ein klarer Fortbildungsauftrag besteht, sollten wir Teamer wieder ranklotzen.
Und auch dafür hätte ich einige Verbesserungsvorschläge:

  1. Statt einer Auftaktveranstaltung + mehrerer Modulwochen eine (mindestens) einwöchige Klausur-Präsenztagung (damit die Leute nicht unterwegs verlorengehen).
    Danach eine maximal zweiwöchige, online gestützte Erprobung eines klar umschriebenen Projektes.
    Danach ein Mitteltreffen und fakultativ eine begleitete Projektphase für die praktische Arbeit mit Abschlusstreffen und Feedback.
  2. Einen Standard-Kommunikationskanal für die Teilnehmenden. Und zwar per rpi-virtuell, finde ich. (Die Teamer können derweil von mir aus einen zweiten Kanal verwenden)
  3. Alle, die irgendetwas mit Online machen wollen, müssen als Grundkurs „im Web publizieren“ lernen. Daran darf sich keiner vorbeimogeln!

Soweit meine Ein- und Auslassungen. Wenn du bis hierhin durchgelesen hast, gibt es als Belohnung dieses süße Katzenbild.

Horror? Ja, aber nicht dort, wo Christian Stöcker ihn vermutet.

Dies ist eine briefliche Antwort auf Christian Stöckers SPON-Oster-Artikel „Fröhliches Foltern„.

Lieber Herr Stöcker,

dass Sie von der christlichen Osterbotschaft in eine solche Ratlosigkeit gestürzt wurden, dass Sie deswegen den Herrn Gott von Ihren Kindern fernhalten und stattdessen mit ihm ein Seminar für Mitarbeiterführung aufsuchen wollen, hat wiederum mir so leid getan, dass ich Ihnen mit diesem Schreiben hilfreich zur Seite eile.

Im Grunde genommen haben Sie alles richtig gemacht, nur dass Sie noch etwas tiefer hätten bohren müssen und das Pferd nicht von hinten hätten aufzäumen dürfen.

Zunächst einmal ist die banale Tatsache festzustellen, dass dieser Jesus so großartige Ideen unter die Leute brachte, dass er bei seinem ersten offiziellen Besuch in der Hauptstadt sofort unschädlich gemacht wurde.   Nicht von Gott, sondern von Menschen, und zwar den damaligen Verantwortlichen, inklusive Prozess – schuldig in den Anklagepunkten „Gotteslästerung“ und „Hochverrat„.

Vor diesem Hintergrund bekommt die gelegentlich geäußerte Bemerkung: „Dieser ist wahrhaftig der Sohn Gottes“ einen pikanten Beigeschmack. Und die ganze Kreuzigungsaktion samt ihrer Begleiterscheinungen (die Verantwortlichen foltern den Gerechten zu Tode, die Menge johlt, die Anhänger gehen stiften) sagt etwas aus über die menschliche Natur. So fanden es zumindest die ersten Christen: Wir sind zu blöd (und deshalb zu böse) für diese Welt. Wir landen alle im Orkus.

Atomkriege, Klimakatastrophen, Artensterben – all das war damals noch nicht abzusehen. Aber die Richtung dieser Entwicklung war den ersten Christen völlig klar.

Dann kam Ostern. Jesu Leiche weg. Erweckungserlebnisse. Seltsame Jesusbegegnungen. Verstörend.
Das Team Jesus, schon in Selbstauflösung begriffen, sammelte sich wieder und begann eine Aktivität zu entfalten, die zur Entstehung des Christentums führte. Der Rest ist Kirchengeschichte.

Aber was brachte die Wende? Irgendwas sehr Energetisierendes musste in den Köpfen der Jesusanhänger passiert sein, dass sie die Kurve kriegten und ihr weiteres Leben unter Einsatz ihrer kompletten Existenz der Verkündigung einer gewissen „guten Botschaft“ widmeten.

Cheftheoretiker Paulus hat uns als erster den lehrmäßigen Hintergrund dieses geistigen Wendepunktes  überliefert. Und der geht, in die Modeme übersetzt, etwa so:
Die Menschen fahren die Karre voll Karacho an die Wand, basta. Aber die Mitglieder des Teams Jesus begreifen zumindest, was gespielt wird, und wollen das nicht. Und sie sehen in der Auferstehung ein Zeichen dafür, dass (erstens) Jesus recht hatte, und dass sein Weg trotz Kreuzigung wegweisend bleibt, dass (zweitens) Jesus, der Gekreuzigte, nicht im Orkus landete, sondern lebt, und dass (drittens) diejenigen, die sich glaubensmäßig an ihn hängen, ebenfalls nicht abschmieren, sondern leben werden.
Denn Gott stellt diesen gekreuzigten Gerechten – so Paulus in Röm 3,25 – als ΙΛΑΣΤΗΡΙΟΝ („hilasterion“, »Gnadenstuhl«), als Zeichen der Versöhnung, als Ort seiner Gegenwart und als eine Opfergabe an sich selbst (die eigentlich die Menschen erbringen müssten, aber aufgrund ihrer beschränkt-bösartigen Blödheit sowas von nicht in der Lage dazu sind) in die Öffentlichkeit und setzt ihn per Auferstehung als seinen Sohn ein .

Der Gekreuzigte – eigentlich ein Symbol menschlichen Versagens, wird so zu einem Friedensangebot Gottes, zu einem Hoffnungsschimmer und zur neuen Chance auf echtes Leben – für alle, die daran glauben.

Für die anderen bleibt Jesu Tod ein Episödchen der Weltgeschichte, die Auferstehung eine Mär, und die Tour gegen die Wand wird beschleunigt fortgesetzt.

Und die Moral von der Geschicht:

Ohne Ostern entpuppt sich Jesus als historischer Rohrkrepierer. Er bringt eine tolle Liebes-Message rüber, die aber so autoritätszersetzend wirkt, dass sie keine Überlebenschance hat. Erst in Verbindung mit der (geglaubten!) Glaubens- und Hoffnungsbotschaft von Ostern bekommt seine Liebesbotschaft Wuppdizität und Legitimität und kann die Welt verändern.

In diesem Sinne: Nachträglich Frohe Ostern!

Es grüßt Sie freundlich
Christian Günther

Test-Beantwortung (Alpika digital 2018; Modul Kurse virtualisieren) …

 … zu dieser Quizaufgabe (Alpika digital 2018; Modul Kurse virtualisieren):
Was bei Onlinekursen zu berücksichtigen ist:
  1. Sie geben den Teilnehmenden mehr Freiheit, ihre Lern-Zeiten selbst einzuteilen. Dies wird allseits als pädagogischer Fortschritt gerühmt. Nach meiner Erfahrung sind die wenigsten daran gewöhnt, und so entsteht ein Zeitmanagement-Problem.
  2. Die Teilnehmenden sind dem wachsamen Auge des Trainers entzogen.
  3. Der Teilnehmer / die Teilnehmerin nimmt zumeist alleine vor seinem Computer oder Mobilgerät teil. Diese Art der Vereinsamung kann zum vorzeitigen, “sang- und klanglosen” Kursausstieg führen.
  4. Zwischen den TeilnehmerInnen und ihrem Kurs steht eine ganze Menge Technik (vom lokalen Computer über das Netz bis hin zum Server), die an vielen Stellen versagen kann.

Die oben (in der Aufgabenstellung) beschriebenen Faktoren sind Ursachen von Verunsicherung:

  • durch variable, selbst wählbare Lernzeiten,
  • durch das Fehlen der Lehrkraft-Präsenz
  • durch das Fehlen von “Mitschülern”
  • durch ggfl. auftretende, technische Probleme

Dem könnte man entgegenwirken

  1. mit einer straffen, zeitlichen Taktung des Kurses (Lektionen, Meilensteine, regelmäßige Webinare)
  2. mit spannenden, abwechslungsreichen Lernaufgaben oder -spielen, die vom Präsenzunterricht nicht geleistet werden könnten
  3. mit vorgegebenen, klaren Kurszielen und valuablen Zertifikaten (mit echter Bedeutung für den Teilnehmenden, so dass “sich der Kurs auszahlt”)
  4. durch Partnerarbeit (mittels Chat, Nachrichtenkanäle oder indem die Lernpartner physisch Kontakt aufnehmen können)
  5. Technische Probleme könnte man mit Hilfe von redundanten Notfall-Vernetzngskanälen abfangen.

Kassel, die zweite: Hilfe, wir ha’m die Kollegen geflasht!

Die Fortbildung

Am 1.3.2018 startete eine ALPIKA-interne Monsterfortbidlung, die ihren Ausgang in einem EKD-Synodalbeschluss (von 2014, wenn ich recht erinnere) nahm und seitdem langsam Gestalt annahm. Ihr Titel:

ALPIKA digital 2018 – Online in den Instituten

Ziel ist es erst einmal, die religionspädagogischen Institute der EKD-Gliedkirchen zukunftsfähig zu machen. Denn an den Schulen wird „digitale Bildung“ massiv gefördert. Es ziehen ganz neuartige Geräteparks ein, mit denen Berufsanfänger sicherer und vertrauter umgehen können als mit den traditionellen, didaktischen Instrumentarien und Methoden. Letztere jedoch stehen bei dem Fortbildungsangebot der Kirchen stark im Vordergrund. Damit wird man in ein paar Jahren vielleicht noch alte Hasen begeistern, aber auf die jüngeren Lehrkräfte werden sie immer altbackener wirken und keinen Anreiz mehr bieten, unsere Veranstaltungen zu besuchen.
Der kirchlichen Lehrer-Fortbildungsarbeit stehen finstere Zeiten bevor, wenn sich nicht schleunigst etwas an der (fehlenden) Kompetenz der FortbildnerInnen im technischen, fachdidaktischen und methodischen Umgang mit den neuen, digitalen Medien ändert.

Viele Mitarbeitende der religionspädagogischen Institute der EKD-Gliedkirchen – ja, sogar ganze Institute – verschließen die Augen vor dieser Entwicklung und meinen, sie könnten etwas mit Abwarten gewinnen oder diese Angelegenheit bis zum persönlichen Ruhestand aussitzen.

Andere sehen da klarer.
So kam es, dass sich 34 religionspädagogische Mitarbeitende aus den Instituten in Kassel zur Auftaktveranstaltung der oben erwähnten Fortbildung einfanden, mit der Absicht, die unbekannte Welt digitaler Bildungsmedien, Vernetzung und Kommunikation zu erschließen und in Zukunft einzusetzen.

Das Konzept

In einem langen Vorbereitungsanlauf war ein Blended-Learning-Konzept entwickelt worden, das mich persönlich überzeugt hat und während der Auftaktveranstaltung auch bei etlichen Teilnehmenden für leuchtende Augen sorgte, als sie verstanden, dass sie von „Alpika digital 2018“ für ihre Arbeit unmittelbar profitieren können.

Hier eine grafische Übersicht des zeitlichen Ablaufs:

Um die Grafik in voller Größe anzuzeigen, bitte aufs Bild klicken!

Grob gesagt gliedert sich die Fortbildung in einen ersten Online-„Bims“-Teil, in dem man vieles lernen und ausprobieren muss, und in einen zweiten Online-Teil, in dem man quasi die Ernte des ersten Teils einfährt: Dort kann man Projekte für die eigene, berufliche Praxis konzipieren, in denen das Erlernte ein- und umgesetzt wird.

Unsere Hoffnung ist also, dass die Teilnehmenden nicht nur kompetenter aus der Fortbildung herauskommen, sondern am Ende auch mit Werkzeugen ausgestattet sind, die sie selbst für ihr eigenes, berufliches Umfeld maßgeschneidert haben.

Die Auftaktveranstaltung

fand vergangene Woche im Haus der Kirche in Kassel statt.

Die Auftaktler bei der Arbeit (1.3.18)

Da ich zu den Referenten gehöre, kann ich die Erwartungen, die wir bzw ich an diese Tagung hatte, ganz gut mit dem vergleichen, was hinten herausgekommen ist – also meinen Erfahrungen.

Den wichtigsten Eindruck spiegelt der Titel dieses Artikels wider:

"Hilfe, wir ha'm die Kollegen geflasht!"

Vielleicht hätte man den Effekt noch etwas abfedern können, aber ganz zu vermeiden war er wohl nicht, angesichts der vielen Bereiche, in denen bei unseren Instituten „digitale Ausbaufähigkeit“ besteht:

Die TeilnehmerInnen wurden von den vielen neuen Möglichkeiten, Techniken, Begriffen und Konzepten regelrecht überrollt und plattgemacht – geflasht eben. Dies löste teilweise Begeisterung aus – zB für die Idee, haufenweise Fahrtkostengelder mit Videokonferenzen zu sparen -, gleichzeitig fühlten sich einige auch überrollt und in Panik versetzt, wenn sie noch nicht wirklich verstanden, welche Wunderdinge da über sie hereinbrachen, während gleichzeitig die Technik versagte (meist infolge einer nicht funktionierenden Onlineverbindung).

Zum Glück besitzt der Kurs genügend ModeratorInnen und erstreckt sich über einen so langen Zeitraum, dass sich ganz sicher alle Probleme, von denen ich weiß, auch lösen lassen werden, und es darum eine falsche Entscheidung wäre, wenn jemand traumatisiert die Flucht aus dem Kurs ergreifen würde.

Einen zweiten Eindruck könnte man so formulieren:

Hey, die kommen ja mit ambitionierten Plänen an!

Dass unsere Kursteilnehmerinnen zT schon genaue Vorhaben in der Tasche hatten und sehr wohl wussten, was ihre Ziele für die berufliche Zukunft sind, verblüffte mich, weil ich dies aus Lehrerfortbildungen so nicht kenne. Aber eigentlich ist es logisch, dass man sich in den Instituten schon früh Gedanken darüber macht, auf welche Weise man solch eine so aufwändige Fortbildung nutzen will.

Und das ist auch gut so: Wir Moderatoren werden in den kommenden Wochen genau zuhören und unsere digitalen Füllhörner ggf auch umfüllen, um den Teilnehmenden dabei zu helfen, ihre Pläne zu verwirklichen.

Mich persönlich überraschte es besonders, wie viele Teilnehmende sich dafür interessierten, auf ein Lernmanagementsystem gestützte Online-Kurse zu entwickeln – denn dies erfordert gleichermaßen didaktische und technische Kompetenz sowie ein gerüttelt Maß an Ausdauer und Entwicklergeist.
Gleichzeitig freut es mich, denn es zeigt, dass sich die Institute um die Zukunft der religionspädagogischen Fortbildung in den evangelischen Gliedkirchen Gedanken machen. Es steht ja außer Frage, dass raue Zeiten auf die Institute zukommen, wenn einmal die kirchlichen Mitarbeiter aus dem Babyboomer-Zeitalter in Rente gegangen sind, und dass dann eine gute Online-Infrastruktur mit Materialrepositorien, Tutorials und landeskirchenübergreifenden Kursen helfen muss, den kommenden Personalnotstand auszugleichen.

Hier stand einmal eine Grafik, die die Geburts- und Rentenalter der Babyboomer verdeutlichte
Quelle: Ulrich Berger und Christoph Stein auf Telepolis – klicke auf die Grafik, um den Artikel zu lesen.

Startschuss

Ich kam nach diesem Auftakt völlig fertig (aber auch irgendwie zufrieden) zuhause an.
Nächste Woche geht die Arbeit weiter: Wir werden die frisch eingerichteten Informationskanäle in Schwung bringen und die für die Geländephase nötigen Vorbereitungen treffen.

Ich hoffe sehr, dass möglichst viele Teilnehmende von diesem Kurs profitieren, hinterher mit reichen Schätzen bepackt und voller Tatendrang ihre stark erweiterten Kompetenzen umsetzen, den Ferngebliebenen eine Nase drehen und sie anstacheln, bei der nächsten ALPIKA-digital-Fortbildung dabei zu sein.

Quelle: Pixabay (CC0)

Kassel, die erste, oder: Werden wir digital?

Nächtlicher Ausblick von unserem Wohn- und Tagungsort auf den dem Hohen Habichtswald nachempfundenen Bahnhofsvorplatz von Kassel-Wilhelmshöhe
Foto: Margit Metzger, Lizenz: CC-BY-SA

Vom 27.2.-1.3.2018 traf sich die ALPIKAMedien-Gruppe in Kassel, tauschte sich wie jedes Jahr über die medienpädagogischen Neuigkeiten aus den Landeskirchen der EKD aus und versuchte (wie immer), die landeskirchenübergreifende, medienpädagogische Arbeit voranzubringen.

Dabei wurde (nicht zum ersten Mal) der Umstand diskutiert, dass die Arbeitsgemeinschaft längst keine simpel medial ausgerichtete mehr sei – dh auf Bilder, Audioaufnahmen oder Filme fixiert – sondern dass der überwiegende Teil unserer kirchlichen Medienarbeit „digital“ sei und dass dort schlechterdings die Zukunft liege.

Gemeint ist, dass wir während unserer Dienstzeit an per Internet vernetzten Computern arbeiten und nur noch ganz selten mit echten Bildern (auf Leinwand oder auf Papier), Filmen (auf Zelluloid) oder Musik (auf Schallplatte oder als Live-Darbietung) zu schaffen haben, sondern mit Audio-, Grafik- oder Videodateien. Darüber hinaus ist es unser Bestreben, die Verwendung dieser digitalen Formate weiter auszubauen und zu vertiefen durch den Einsatz von digital gespeicherten Onlinematerialien und Online-Quizaufgaben oder anderen, motivierenden Lernmitteln, die gar nicht anders funktionieren als mit Hilfe von Computern, Tablets, Smartphones, Whiteboards oder anderen, „digitalen“ Gerätschaften.

Aus diesem Grund wurde während der Sitzung in Kassel mehrheitlich beschlossen, dass sich unsere Gruppe umbenennt in „ALPIKA Medien – Digital“.

Ich persönlich hatte dieser Änderung nicht zugestimmt, weil ich der Auffassung war, dass auch digital gespeicherte Medien Medien sind, und dass eine Digitalis-Überdosis bekanntlich tödlich ausgehen kann. ,

Heutzutage wird alles, was modern klingen soll, „digital“ genannt bzw „digitalisiert“, zB die Bildung, obwohl „digital“ lediglich bedeutet, dass Daten (dh Texte, Bilder und Aufnahmen aller Art) in Form von Befehlen gespeichert werden, die Ein/Aus-Schaltzustände auf elektronischen Geräten auslösen. Tja, und ich finde es nun mal nicht schick, wenn meine Bildung, mein Können oder meine Kompetenzen (oder die meiner Schulklasse, meiner KursteilnehmerInnen) auf binäre Schaltzustände reduziert werden.

Dabei betrachte ich mich selbst als Nerd und habe großen Spaß am Umgang mit digitalen Daten oder Gerätschaften. Ich werde mich aber hüten, meine Grundschüler zu „digitalen“ Krüppeln zu machen, die an der Spielekonsole Riesensprünge machen können, nicht jedoch in der Realität, oder die virtuelle Objekte besser im Griff haben als reale, und sich in der Gefahr befinden, sich zu „digitalen“ Autisten zu entwickeln, denen grundlegende Formen von Mitgefühl und Sozialverhalten zunehmend verlorengehen.

Nein, ich betrachte digitale Medien tatsächlich als Medien, d.h. als Mittel zum Zweck, nämlich der Bildung (und nicht zuletzt der Herzensbildung!). Darum möchte ich nicht digital werden, möchte mich nicht digitalisieren lassen, möchte weder zum Rädchen im Getriebe noch zum Bit-Image in der Bit-Matrix werden, und habe nach wie vor ein Problem damit, dass meine ALPIKA-Gruppe mehrheitlich digital sein möchte.

Quelle: Pixabay (CC0)

Reformation 500 – Nachlese

Der Reformations-Feiertag ist vorbei, der weitaus größte Teil des Jubiläumsfeuerwerkspulvers verschossen. Es gab massenweise informative, scharfsinnige bzw. originelle Beiträge, kirchenmusikalische und sonstige Happenings.  Vielen evangelischen Insidern hängen Luther&Genossen inzwischen zum Halse heraus.

Bei all dem Bohai blieb für mich eine übersichtlche und klare Antwort auf die wichtige Frage auf der Strecke:

Was hat uns die Reformation gebracht?

Darum soll sie hier nachgeliefert werden.

Sieben Selbstverständlichkeiten, die wir der Reformation verdanken:

Klicken Sie auf die einzelnen Punkte, um mehr zu erfahren.
Creative Commons Lizenzvertrag Christian Günther

Ich hoffe, mit diesen Punkten zur „Abrundung“ der Feierei beigetragen zu haben. Falls ich etwas wichtiges vergessen haben sollte oder kritische Einwände bestehen: Nutzen Sie die Kommentarunktion!

Das Gebet Jesu – ganz original?

Vor einiger Zeit fand ich ein Youtube-Video, in welchem das Vaterunser in der zur Zeit Jesu gesprochen jüdisch-aramäischen Sprache nicht nur rezitiert, sondern auch erklärt wird – auf Englisch, von einem Angehörigen einer judenchristlichen Gruppe, den Talmidim („Nachfolgern“).

Offen gesagt stehe ich dieser Gruppe (theologisch) nicht besonders nahe, finde aber den Versuch der Rückübersetzung des uns überlieferten, griechischen Textes ins Aramäische, sagen wir, ziemlich faszinierend. Darum zauberte ich mit dem H5P-Werkzeug deutsche Untertitel in das Video, so dass auch die nicht fließend Englisch sprechenden Theologie-Interessierten etwas davon haben.
Irgendwann möchte ich es mit H5P-Bordmitteln noch etwas kritischer und für den Oberstufenunterricht tauglicher aufbereiten. Bis dahin möge sich jeder ganz unabhängig sein Urteil bilden.

Noch ein letzter Hinweis: Vergessen Sie nicht: Das Video hat einen Pause-Button, für den Fall, wenn’s zu schnell geht oder zu viel wird.